wie es wurde was es ist I

ein bisschen geschichte teil I (frei nach maren, soll heissen ich uebernehme keine garantie fuer die richtigkeit der angaben)
panama ist zwar ein mittelamerikanisches land, durch den langen geschichtlichen einfluss der usa, trifft man hier immer wieder auf abgeleitete traditionen (so z.b. die fotosession von yesenia in graduiertenrobe) sowie auf riesige einkaufsmalls…

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das wort panama bedeutet abundanz der fische. heute existieren dort noch sieben indigene voelker, die politisch aktivste und somit bekannteste gemeinschaft bilden die kuna.

ein beliebtes souvenir der kuna sind die mola, nein, keine mondfische, sondern bestickter stoff, der ihre kleidung in allen farben erstrahlen laesst.

anfang des sechzehnten jahrhunderts waren es vermutlich ein paar mehr volksstaemme, aber sowohl europaeische krankheiten als auch spanische waffen taten ihr uebriges. zwei jahrhunderte lang versuchten spanische besetzer sich gegenseitig in grausamkeit gegenueber der indigenen bevoelkerung zu uebertreffen. ausserdem diente das land als ausgangspunkt um weitere, suedlichere (die inka in peru u.a.) voelker zu unterdruecken.
1821 erlangte gran colombia die unhabhaengigkeit. dazu gehoerten ausser panama noch das heutige ecuador, peru, venezuela, bolivien und natuerlich kolumbien. simon bolivars traum vom vereinten lateinamerika wehrte nicht lange und eine weitere welle der unabhaengigkeit zerriss die union. nur panama blieb aus unerklaerten gruenden an kolumbien angeschlossen. bis 1846 hatte man das gebiet fast vergessen, doch dann hatte ein kolumbianischer beamter die verhaengnisvolle idee die staatskasse durch verkauf der rechte einer eisenbahnstrecke und deren bewaffneter verteidigung an die usa, aufzubessern.
etwa dreissig jahre spaeter hatte ein weiterer kolumbianischer beamter eine weitere idee um den kolumbianischen haushalt zu konsolidieren. lasst uns doch auch gleich noch nen kanal bauen; „boot fahren macht eh mehr spass als mit dem zug“.
frankreich engagierte den erbauer des suez kanals, eigentlich keine schlechte idee, moechte man meinen. doch weder der profi noch die franzosen hatten gelbfieber und malaria auf der rechnung.

im uebrigen auch krankheiten ueber die man sich auch heute noch gedanken vor einer reise nach panama machen sollte; am besten mehr als zwei wochen frueher *huestel*.

1889, nach etwa 22 tausend opfern der tropischen bedingungen ging die firma bankrott. das folgende ereignis sollte panama die naechsten einhundert jahre entscheidend praegen: die usa wollten den bau fortfuehren, diesmal hatten es sich die koumbianischen behoerden aber anders ueberlegt. und als die kolumbianische regierung die uebernahme des franzoesichen vertrags durch die amis verhinderte, beruehrte das nicht nur amerikanische, sondern auch franzoesische und panamnesische interessen. eine chaotische mischung aus enteignungen durch kolumbien in panama, franzoesichen unternehmern in amerika, frustration der bevoelkerung und dem amerikanischen kalkuel, das die welt in dieser form nicht das letzte mal sehen sollte, fuehrte zur unabhaengigkeit panamas am dritten november 1903. unabhaengigkeit, naja fuer genau fuenfzehn tage, danach wurde der kanal- vertrag erweitert und, ohne die mitsprache panamas, unterzeichnet. das erste schiff passierte den kanal in jahr 1914, ob es nun ein kolumbianisches, franzoesisches oder amerikanisches war, ist nicht geklaert.

 fortsetzung folgt

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